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Nun gibt es also auch einen Blog auf meiner HP, mit (kurzen) Berichten zu besuchten Konzerten. Einen besseren Blog-Einstand als ein Rammstein-Konzert kann man kaum wählen - direkt auf die 12!
26.04.2015, Die Meistersinger von Nürnberg, Staatstheater Mainz
am 01.05.2015 um 09:36 (UTC)
 Gut, dann halt mal nach Mainz...
Da ich noch gut in der Zeit lag, als ich das Ortsschild passierte, machte ich noch nen Zwischenstopp an der Coface Arena, um auch die mal in meine Liste der fotografierten Stadien aufzunehmen. Auch wenns mir als 'Lautrer' schwer fiel, das Ding in Bild zu setzen...
Mein Zeitpuffer verfiel aber kurz darauf ziemlich schnell, denn die angepeilte (Theater-)Tiefgarage war trotz Navi nicht gut zu finden und so fuhr ich ein paar Mal im Kreis bis ich die richtige Richtung hatte und mich auch auf die passende Spur einreihen durfte... Dummerweise war an diesem Sonntag auch Verkaufsoffen, so dass das Parkhaus belegt war. Zum Glück gabs aber noch Plätze im nebenan gelegenen Parkhaus Kronberger Hof.
Dann nochmal nen unnötigen Bogen in die falsche Richtung und schon stand ich vorm Theater. Noch 20min bis Spielbeginn und die Saal-Türen waren noch nicht offen - alle Hetze umsonst. Zeit, mir noch nen Überblick über das minimalistisch-futuristische Interieur zu machen.
Der Saal an sich ist eher "unheimlich", da er ganz in schwarz gehalten ist, einzig die von unten beleuchteten Ränge - die etwas nach Ufos aussehen - und vereinzelte rote Stühle bringen ein wenig Farbe ins Spiel.

Vorstellungsbeginn war 16h, was mich lange im Glauben lies, wieder zeitig zu Hause zu sein. Der Irrtum löste sich ein paar Tage vorher, als ich erkannte, dass sich der Abend inkl. Pausen bis 21.30h ziehen wird. Nun gut, ich bin ja Parsifal gestählt und so sah ich auch da kein Hindernis dran. Selbst die Antwort meine Wagner-Experten, der meinte, dass er mir das auch hätte sagen können und dass er bei den Meistersingern schon mal eingeschlafen wäre, verunsicherte mich nicht.

Gespannt war ich wie immer auf die Kostüme und das Bühnenbild. Eigentlich war die Spannung dieses Mal doppelt, denn 1.) wurde ich schon öfters enttäuscht und 2.) hatte ich noch die Bilder vom Tannhäuser aus Bayreuth 2013 im Kopf, die da ja in einer Biogasanlage (!) angesiedelt war.
Ganz so schlimm kam es in Mainz nicht, wenngleich im 2. und 3. Akt eine Art „Industriehallen-Beobachtungskanzel“ Mittelpunkt der Bühne war, die mich doch irritierte. Bis dahin spielte sich alles vor hohen Mauern ab, auf denen überdimensionale „Regenwürmer“-Neonleuchten angebracht waren, die grün leuchteten. Überhaupt verlief die Farbe grün wie ein roter Faden durchs Programm, alles war grün: die Kostüme der Lehrbuben, der Boden, die Deko, die Kostüme der Meistersinger, die Perücke von Lenchen usw. usf. nur beim Ritter Walther von Stolzing und bei Eva darf es etwas rot sein.

Der erste Akt dauerte etwa 90min, danach gab es die erste halbstündige Pause, die ich bei lauem Wetter vorm Theater verbrachte, wo ich dem Treiben des verkaufsoffenen Sonntages zuguckte. Dazu genehmigte ich mir an einem Getränkestand eine selbstgemachte Minz-Zitronenlimonade, die zwar gut, bei weitem aber nicht so sensationell gut war, wie die homemade lemonade im Turmrestaurant in Tiflis. ;-)
Als ich im Anschluss wieder im Saal Platz nahm, bot mir der Herr neben mir an, die Plätze zu tauschen, falls ich wegen der Größe des Herrn vor mir nichts sehen würde. Das war sehr nett, aber nicht nötig.
Der zweite, kurzweilige Akt dauerte nur eine Stunde. Insbesondere die Szene, als Beckmesser sein Lied für den Sängerwettstreit probt und und Hans Sachs mit dem Hammer so ziemlich auf alles klopft, was auch nur irgendeinen (schrägen) Ton hergibt, rief einige Lacher im Publikum hervor.
Auch die folgende halbe Stunde der Pause verbrachte ich nochmal vor der Tür, wo es inzw. nicht mehr ganz so warm war.
Teil 3 war dann der längste mit 2h und zu seinem Ende hin sah ich auch etwas öfter auf die Uhr. Was aber nicht am langweiligen Geschehen lag, sondern weil ich ja noch eine Stunde Heimfahrt vor mir hatte.
Aufgrund dessen, dass an diesem Stück so wahnsinnig viele Akteure teilnehmen, fielen die anschließenden Beifallsszenen auch entsprechend zahlreich aus. Ich wartete, bis alle einmal durch waren, bevor ich mich aus der Reihe stahl und mich den Leuten anschloss, die sich schon auf den Weg machten.

Fazit: es geht natürlich nix über die Schwere von Parsifal, aber dieses Werk bzw. „Satyrspiel“ hat mir sehr gut gefallen! Nun bin ich mal gespannt, wie mir Tristan & Isolde zusagen werden, was ich im August in Bayreuth sehen werde. Bis jetzt graut mir nur vor der dort nicht vorhandenen Beinfreiheit…
 

31.01.2015, Extrabreit, Café Hahn Koblenz
am 02.02.2015 um 12:13 (UTC)
 Die Latte lag hoch, hat doch mein einziges Extrabreit Konzert von 2008 bis heute einen Platz in meiner Konzert Top 10.

2 Punkte Abzug gab es aber schon vorher, das eine war die Location (wg. ihren utopischen Getränkepreisen) und das zweite war die Uhrzeit: Konzertbeginn um 21h, im Winter, wenns ab 16h schon dunkel ist… Da hab ich um diese Zeit eher das Bedürfnis schon schlafen zu gehen…
Half aber alles nichts und so machte ich mich um 19.45h auf den 20minütigen Weg nach Ko-Güls mit der Befürchtung, um diese Uhrzeit, in einem reinen Wohngebiet, an einem Samstag, die Parkplatzsuche auf mehrere Runden und km ausdehnen zu müssen. Aber ich hatte Glück und konnte wie so oft recht nah parken, so dass ich auch nur knappe 200m durch die Kälte laufen musste.

Lt. Eintrittskarte sollte der Saal an diesem Abend unbestuhlt sein, was zumindest insofern zutraf, als dass keine Caféhaustische und Stühle aufgestellt waren, wie das sonst bei Comedy oder Kabarett der Fall ist. So ganz ohne gings aber anscheinend doch nicht und so waren einige Stehtische samt Barhocker im Raum verteilt. Ok, kann man machen, ungewohnt wars aber trotzdem.

Im bereits zahlreich versammelten Publikum waren viele dabei, die die „Breiten“ bereits in den alten Zeiten begleitet/verfolgt haben. Ein Revival der Jugend quasi…

Ich spazierte durch die im vorderen Bereich noch sehr lichten Reihen und schlug meine Zelte i-wo im 3-4m Abstand zur Bühne auf. Näher wäre zwar auch gegangen, aber direkt davor ist doof, mit nem bisschen Abstand sieht man auch mehr.
So um 20.45h kam ein Roadie auf die Bühne und stimmte noch schnell hier ne Saite, da ne Saite und um 20.55h gab sein Kollege Lichtzeichen an die Technik, man möge nun beginnen.
Daraufhin betrat die Band während des Intros nach und nach die Bühne, begrüßte ihre Reihe-1-Mitte-Steher und los gings, und zwar mit „12 Sekunden“.
Haderte ich anfangs noch mit den Texten – so ein Extrabreit-Kenner bin ich ja nicht – und dachte mir, dass ich wohl wirklich bis Flieger oder Polizisten warten müsse, um mitzusingen, stellte ich doch recht schnell fest, dass ich zumindest bei dem ein oder anderen Refrain bissel was zu singen hatte.
Ganz im Gegenteil zu den „Die Hards“, die sich in der ersten Reihe – ohne Pogo (!) – verausgabten, die kannten natürlich alles. Der „Ober Die Hard“ hatte wie ich mit einem „Kennerblick“ feststellte, ein DTH-Lanyard aus der Hosentasche hängen und ein anderer Typ trug eine schwarze Strickmütze mit dem BzbE-Logo – ich ergänzte das Ganze dann mit meinem KdR-Shirt. ;-)

Es folgten Extrabreit, Her mit den Abenteuern, Harry ist draußen heut' Nacht, usw. Die komplette Setlist folgt weiter unten, ich hatte sie mir vorher fotagrafiert, schaffte es aber, erst kurz vor der letzten Zugabe zu spicken.
Der Abend nahm seinen Lauf und wie es sich gehört, wurde die Stimmung immer besser. So weit ich sah, war jeder i-wie in Bewegung und sei es nur durch leichtes mitwippen des Kopfes gewesen.

Zu „Wenn die Zeit gekommen ist“ und „Liebling“ verließ Havaii die Bühne und Stefan Kleinkrieg rückte in den Fokus, da er, zusammen mit „Jungspund“ Lars Larsson, diesen Part des Nebenprojektes übernahm. Und ich muss gestehen, der Moment dieser beiden Lieder gefiel mir eigentlich am besten an diesem Abend, denn da fetzte es ungemein. Bubi Hönig gab auch alles und fegte im besten Punk-Style mit seiner Guitarre über die Bühne.

Als es anschließend wieder mit Havaiis Stimme weiter ging, fiel mir einmal mehr auf, dass ich sie eigentlich, ähm, nun ja, nicht mag. Aber auch da gewöhnte man sich schnell wieder dran. Wobei mir der Refrain des folgenden Liedes „Der Präsident ist tot“ am Todestag von Richard von Weizsäcker etwas sperrig über die Lippen kam, auch wenn der Inhalt des Songs ein ganz anderer ist.
Ein paar bekannte Lieder später kam das, was natürlich nicht fehlen darf: Flieger. Der Saal feierte und der erste Teil war zu Ende, nach etwa 90min. Kurzer Marsch nach Backstage, bevor die nächsten beiden Lieder die 1. Zugabe einläuteten. Auch hier gabs wieder viel zu singen und zu feiern. Allerdings sind zwei Lieder doch recht schnell vorbei und somit auch die 1. Zugabe. Das gleiche Spiel wie gehabt: kurz von der Bühne und zurück, um den letzten Teil zu absolvieren. Als dieser dann vorbei war, wars kurz vor 23h und das Konzert zu Ende – und eigentlich auch nicht schlimm, dass das Konzert erst um 21h begonnen hatte, sonst wärs ja schon um 22h zu Ende gewesen, quasi am helllichten Tag… :D

Fazit: es war nicht so sensationell wie 2008, was zu erwarten war, aber doch hat es richtig Spaß gemacht! Und wäre ich nicht doch etwas angeschwitzt gewesen, was aufm Heimweg im Auto langsam unangenehm kühl unter der Jacke wurde, wäre ich noch zur örtlichen Karnevalsparty weiter gezogen, Tanz – und Feierlust waren grad so schön vorhanden gewesen…

Setlist:
1. 12 Sekunden
2. Extrabreit
3. Her mit den Abenteuern
4. Harry ist draußen heut' Nacht
5. Kleptomanie
6. Jeden Tag, jede Nacht
7. Polizisten
8. Komm nach Hagen
9. Besatzungskind
10. Der letzte Schliff
11. Wenn die Zeit gekommen ist (Stefan Kleinkrieg on lead vocals)
12. Liebling (Stefan Kleinkrieg on lead vocals)
13. Der Präsident ist tot
14. Russisch Roulette
15. Für mich sollŽs rote Rosen regnen
16. Tanzen
17. Geisterbahn fahr‘n
18. Joachim muß härter werden
19. Lottokönig
20. Hart wie Marmelade
21. Flieger, grüß mir die Sonne
Zugabe 1:
21. Hurra, hurra die Schule brennt
22. Junge, wir können so heiß sein
Zugabe 2:
23. Annemarie
24. Alptraumstadt
 

27.12.14 Der fliegende Holländer, Saarbrücken und 09.01.15 Neujahrskonzert Rhein. Philharmonie, Boppard
am 10.01.2015 um 13:21 (UTC)
 Endlich mal wieder Oper und das auch noch in einem gescheiten Theater, dazu ein guter Platz im Parkett – mit dieser Vorfreude fuhr ich am 27.12.14 zum Staatstheater nach Saarbrücken. Und weil das Wetter gerade Winter spielte, gönnte ich mir auch noch einen Parkplatz in der nahegelegenen Tiefgarage.
Ich hatte „den Holländer“ ja 2013 in Bayreuth gesehen, daher lag die Meßlatte für Saarbrücken hoch. Wobei sich meine Neugier eher um die Bühnengestaltung drehte, denn Umzugskisten und Ventilatoren wie in Bayreuth ist auch nicht unbedingt dass, was ich mir unter einem gelungenen Bühnenbild vorstelle.

Nun ja, der Abend begann in Saarbrücken damit, dass 2 Frauen – eine ältere, dünne vorm durchsichtigen Vorhang, auf den Wassertropfen und Wellen projiziert wurden und eine jüngere, kräftige dahinter - auf die Bühne schlichen. Wobei schlichen eigentlich zu schnell ist... Jedenfalls bewegte sich die hintere im Bühnenraum von einer Seite zur anderen (in slowmotion), während die andere zuguckte. I-wo habe ich später gelesen, dass das eine die ältere Senta ist, die auf ihr Leben zurück blickt. Jo, kann man machen...
Die Bühnendeko an sich blieb kahl und kalt, lediglich durch Projektionen und eine Spiegeldecke, die hoch und runter gefahren werden konnte, änderten sich die Szenen.
Gesanglich und musikalisch hatte ich nichts zu kritisieren, wobei ich eh nicht erkenne, ob das Fagott ne Sekunde zu früh ansetzt oder die Geige ne Saite zu tief zupft. ;-)
Alles in allem war es ein runder Abend und ich froh, wieder im SST gewesen zu sein.

Hier noch zwei Kritiken dazu:
http://www.sr-online.de/sronline/sr3/ser…laender100.html

http://www.deropernfreund.de/saarbruecken-12.html (bisschen scrollen)



Neujahrskonzert der Rheinischen Philharmonie in Boppard
War ich letztes Jahr noch so begeistert vom Programm gewesen, reizte es mich dieses Jahr nicht wirklich („Von Antilope bis Zitteraal“), so dass ich eigentlich gar nicht hingehen wollte. Ich ging dann aber doch den Kompromiss ein und kaufte mir eine Karte für die Aufführung in der Bopparder Stadthalle, statt in der „Heimstätte“ der Philharmonie, der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle. Musikalisch bzw. akustisch war für mich rückblickend kein Unterschied zu erkennen.

Ein Blick ins Programmheft lies einige Fragezeichen bei mir aufsteigen:
Granville Bantock: Comedy Overture „The Frogs“ (of Aristophanes)
Elena Kats-Chernin: Wild Swans Suite: Eliza`s Aria
Franz Schubert/Benjamin Britten: Die Forelle
Gustav Holst: Japanese Suite op. 33: Dance of the wolves
Ottorino Respighi: Gil uccelli: La Gallina (nach J.P. Rameau)
Sven Heinze: Flea variations (Variationen über ein Thema von Ferdinand Loh) – Ein extra für das Neujahrskonzert arrangierter Flohwalzer
Günter Raphael: Zoologica op. 83: Bärentanz / Elefant
Ralph Vaughan Williams: The lark ascending für Violine und Orchester
+++ Pause+++
Wilfried Josephs: Comedy Overture „The Ants“ op. 7
Gioacchino Rossini (Arr. Jean-Henry Kalmus): Katzen-Duett
Günter Raphael: Zoologica op. 83: Flamingos / Löwe und Tiger / Aquarium
Frank Heckel (Arr.): Spiel mir das Lied vom Tier (Animalisches Medley zu Land Luft und Wasser) – u.a. Der weiße Hai, Ducktales und Biene Maja
Igor Strawinsky: Circus Polka
Sebastián de Yradier (Arr. Schmitt/Delamboye): La Paloma (Cancion espanol)
Günter Raphael: Zoologica op. 83: Wild- und Affengehege / Ausklang
+++ Ende+++
Zugabe: i-ein Rodeo und nochmal das Katzen-Duett und La Paloma

Nicht gerade Mainstream. Manches auch ziemlich schwer, anderes wiederum leicht und manches nur 1:30 lang.
Begleitet wurden einige Stücke von 1 bzw. 2 Sopranistinnen, u.a. das Katzen-Duett, welches einige Schmunzler hervor rief. Auch bei „Spiel mir das Lied vom Tier“ sangen die beiden Damen mit, was allerdings mein einziger Kritikpunkt des Abends ist: im Gegensatz zu den „anspruchsvolleren“ Stücken, sangen sie hier mit Mikrofon, was mMn zu laut war. Ich hätte die Stücke (Biene Maja z.B.) lieber instrumental gehört, leider war das Orchester aufgrund des Gesanges nur noch Hintergrundmusik. Schade.
Wie auch im letzten Jahr moderierte der Koblenzer Intendant Markus Dietze die jeweiligen Stücke humoristisch und kurzweilig an, was das ganze immer etwas auflockerte.
Der erste Teil dauerte ziemlich genau eine Stunde, worauf hin etwa 30min Pause folgte, bevor der 2. Teil mit ebenfalls etwa 60min (inkl. Zugaben) gespielt wurden.
Mein Fazit: auch wenn ich immer noch die großartige „Feuerfest-Polka“ vom letzten Jahr im Ohr habe, war das auch diesmal ein recht gelungener Abend. Keine Stücke, die mir im Ohr blieben – bis auf das Katzen-Duett bzw. die Darbietung – aber man kann ja auch mal neues ausprobieren.
 

28.12.2014, Walter Elf, K'lautern Kammgarn
am 29.12.2014 um 12:16 (UTC)
 Es ist ja schon fast Tradition, dass die Walter Elf am Ende des Jahres mind. 1 Konzert in KL in der Kammgarn spielt und so war es nach 2008 und 2012 mein 3. Walter-Elf-Jahresabschlusskonzert.
Ich machte mich also bei grausamen -7 Grad auf den Weg nach KL. Nicht, dass das schon kalt genug gewesen wäre, nein, unterwegs verkündeten die Nachrichten, dass dieses die kälteste Nacht des Jahres in RLP wird. Toll, ganz klasse...
Um nicht schon auf dem Weg vom Auto zur Kammgarn zu erfrieren, steuerte ich schnurstracks den Parkplatz direkt an der Halle an, wo ich doch tatsächlich gegen 19.15h noch einen Platz fand. Somit musste ich nur einmal um die Kopfseite des Gebäudes rum (rutschen), sehr schön.
Die Garderobe hatte noch Kapazitäten frei und so fand sich noch ein Platz für meine Jacke. Es brauchte aber eine gute Zeit lang, bis ich aufhörte zu frieren.
Der Innenraum war schon geöffnet, aber noch leer und so stellte ich mich erstmal ins Foyer, um das Prospekt mit den künftigen Veranstaltungen zu lesen. Nix gescheites dabei, außerdem zog es kalt, also stellte ich mich doch schon mal in den Innenraum. Mein "Stammplatz" der letzten beiden Jahre war noch frei... ;-)
Es war mittlerweile kurz vor 20h, also nicht mehr lange, bis die Vorband "Drivers Inc" pünktlich um 20.15h begannen. Die ersten Töne, ein tiefer, bis ins Mark gehender Bass, ließen eigentlich gutes vermuten. Melodisch blieb es auch dabei, wenngleich mich das Gesamtwerk nicht soo unbedingt vom Hocker gerissen hat. Die Stimmung in der Halle war auch eher verhalten. Anhand posting der W11 auf Fb bin ich eigentlich von 30min Spielzeit der Supportband ausgegangen, doch erst um 20.50h verkündete der Sänger, dass sie noch 3 Lieder hätten, bevor es mit der Walter Elf weiterging. Ok, der Countdown lief und ich wartete rückwärtszählend auf den Satz der Sätze einer Vorgruppe: der nächste ist unsere letzter Song!
Es folgte die typische Umbauphase, welche ich mit surfen und lesen verbrachte und als ich wieder hochsah, stellte ich fest, dass sich der Saal inzw. gut - zu gut - gefüllt hatte. Über die mehr gewordenen Köpfe hinweg, schien die Bühne plötzlich weiter entfernt.
Ich glaube es war kurz vor 21.30h, als der "Stadionsprecher" die Mannschaftsaufstellung verkündete und anschließend das gewohnte Intro "En echter Pälzer racht ken Hasch" erklang.
Eröffnet wurde der Abend mit, ähm, jo, mit nem Lied. Ich wollte mirs zwar merken, aber das scheint nicht geklappt zu haben. :D Überhaupt hatte ich hin und wieder das Gefühl, entweder das jew. Lied nicht zu kennen oder den Text vergessen zu haben. Muss wohl am Alter liegen...
Gespielt wurden jedenfalls im Laufe des Abends noch Männer in Rot, Hansi Müllers Schniedelwutz, Rammstein Fluchtag, Warten auf Willi, Diese Stadt, Kaiserslautern, Die Angst des Torwarts..., Peter ist ein Arschloch, Auf Tour, Kaufe dieses Buch, I don't like Mondays, Blitzkrieg Bop, Friggin' in the Riggin', 2 oder 3 weitere engl. Cover, Acht Zylinder sticht, Nachts schlag ich meine Freundin, 15 Bier - mehr fällt mir nicht mehr ein.
Mit "Diese Stadt" wurde der Hauptteil beendet, bevor es 3 kurze Zugaben gab. Die erste Zugabe nutze ich, um schon mal meine Jacke an der Garderobe abzuholen, denn auf den zu erwartenden Ansturm hatte wenig Lust. Mitsamt Jacke begab ich mich wieder hinein, um den Rest der Feier nicht zu verpassen.
Es war wie immer ein großes "FCK-Familientreffen", viele verschiedene Trikots der letzten Jahrzente wurden aufgetragen. Auch ein "Olé rot weiß" der gesamten Halle fehlte nicht. Toll!

Fazit: es hat wie immer Spaß gemacht. Dennoch bin ich froh, dass sich die Hosen - bzw. eigentlich alle Bands die ich mag und zu deren Konzerte ich gehe - weiterentwickelt haben, bzw. weiter gemacht haben. Denn mit Ausnahme der "Ein kleines bisschen Horrorschau" könnte ich z.B. bei den Hosen drauf verzichten, immer nur die Frühwerke aus den Jahren 1985 - 1990 zu hören. Auch bei BAP gibt es zum Glück ein Leben nach X für `e U und eins nach "Es ist soweit" bei den Onkelz.
Und trotzdem hoffe ich, dass es auch 2015 heißt: The boys are back in town!

Ach ja, nach Hause fuhr ich dann bei -11,5 Grad!! *Sing: Winter ist ein Arschloch, ein Arschloch...*
 

17.10.2014, Willi & Ernst, ZaP Emmelshausen
am 24.10.2014 um 11:35 (UTC)
 Ich weiß gar nicht, ob man die beiden übers Rheinland hinaus kennt und wie lange sie schon im Geschäft sind. Ich habe sie zum ersten Mal 2011 während der BUGA in Koblenz gesehen, als eine Art Sidekick während den Berichten im Regionalfernsehen – und da fand ich sie zuerst arg nervig.
Mit der Zeit „gewöhnte“ ich mich aber an sie und fand sie zum Schluss sogar richtig witzig.
Den Werdegang habe ich seitdem nicht weiter verfolgt und so konnte ich mir auch nicht vorstellen, was mich an diesem Abend bei einem vollständigen Bühnenprogramm der beiden „Senioren“ erwartet und ob man sie überhaupt 2h ertragen kann.
Als ich den Saal betrat, registrierte ich erst mal mit Schrecken, dass ich einen Platz in der 1. Reihe habe. Was hatte ich mir denn bei der Buchung gedacht (oder gabs da keine Platzwahl? kann ich mir eigentlich nicht vorstellen)?
Wenigstens konnte ich von dort die 2 Darsteller aus der Nähe betrachten und somit versuchen heraus zu finden, wer sie denn wohl in zivil aussehen, bzw. in welcher Altersklasse sie sich im wahren Leben bewegen.
Es gelang mir nicht. Inzwischen habe ich mir die Willi & Ernst-HP mal genauer angeschaut und bin um einiges schlauer!
Das Programm an sich, hat keinen wirklichen Inhalt, das war auch nicht zu erwarten und ist ja auch selten der Fall.
Begonnen hat‘s erst mal damit, dass der ganze Saal aufstehen musste und durch Vorstellungsfragen selektiert wurde. Das alleine war schon lustig an sich, auch weil Willi (s)eine neue „Angebetete“ Steffi aus W. im Publikum gefunden hat, zu der er immer wieder rannte und ihr im Anschluss auch ein Lied widmete. Zwischendrin stellte er schon mal fest, dass es diesmal wahrscheinlich die längste Show werden würde, die sie je „gespillt hann“.
Die Parts auf kowelenzer Platt waren auch die, die mir am besten gefielen. Ich mag ja Dialekte und konnte auch an diesem Abend schön vergleichen, wie ähnlich sie sich (im Südwesten) doch sind.

Nach einer guten Stunde, inmitten des Stücks im Stück „Goode, hei is der Duud“ (oder so ähnlich) gab es ca. 20min Pause, bevor der Wahnsinn seinen zweiten Lauf nahm.
Da ich das Programm, bzw. die beiden Comedians das erste mal sah, konnte ich auch nicht erkennen, was jetzt Improvisation war und was zum Programm gehörte.
Aber das war egal, es war jedenfalls sensationell! Ich habe ja schon den ein oder anderen Comedian gesehen, aber schon lange nicht mehr so gelacht wie an diesem Abend. Die beiden Damen rechts und links neben mir, besonders rechts, taten ihr übriges dazu, es war herrlich.

Der Auftritt dauerte etwa 135min, also 2 1/4h, d.h. er ist jetzt nicht soooo ausgeartet, wie Willi das am Anfang befürchtet hatte. Es hätte von mir aus aber gerne noch länger gehen dürfen.

Emmelshausen war wohl der vorletzte reguläre Auftritt in 2014, d.h. ich werde mich ne zeitlang anderweitig beschäftigen müssen, bevor ich das nächste mal „Schnappatmung“ habe.
 

21.09.2014, Axel Rudi Pell, Essigfabrik Koeln
am 23.09.2014 um 09:43 (UTC)
 Zugegeben, Bands mit (für mich) komischem Namen (oder Maskottchen) habens bei mir genauso schwer, wie welche mit Frontfrau, Supportbands oder Newcomer.
Und deshalb hätte ich wsl nie zu Axel Rudi Pell gegriffen, obwohl mir der Name natürlich bekannt war. Ein Zufall, bzw. mein "Konzertmitschnitt-Stammtauschpartner" ist dran schuld, dass ich sie mir mal anhörte, in dem er mir (s)eine Hörprobe schickte.
Und weil sich das gut anhörte, wollte ich mir die Band mal genauer - sprich live - ansehen. Gelegenheit bot das Konzert in der Essigfabrik in Köln. Die Location war mir bis dato auch namentlich völlig unbekannt, wobei sie sich insofern Vorschusslorbeeeren verdiente, da sie auf ihrer HP von Parkplätzen auf dem eigenen Gelände spricht. Das erwies sich vor Ort leider als Trugschluss oder die paar vorhandenen waren schon belegt, jedenfalls musste ich 1-200m weiter fahren, um meine Kiste zu parken.
Es war mittlerweile ca. 18.40h, also nicht mehr lange bis zum Einlass um 19h. Zum Glück regnete es hier nicht, die Temperaturen waren auch erträglich, so dass ich meinen Krempel packte und mich zu der bis dahin noch kurzen Schlange vorm Tor stellte. Ich war wieder mal überrascht, wie das Publikum bei mir unbekannten Bands aussieht: völlig normal. Natürlich waren Metalheads in ihren Kutten unterwegs, aber auch ganz normale Lieschen Müllers oder Egon Schmidts, die man rein optisch hier eher weniger erwartet hätte.
Der Einlass begann pünktlich und verlief relativ zügig. Nach kurzem Check der Lage - man steht nach passieren des Eingangstores direkt in der Halle - und Besuch des WCs suchte ich mir einen passenden Platz, den ich links im vorderen Bereich fand. Wellenbrecher o.ä. gab es nicht, dafür ist die Halle zu klein.
Anhand des Hintergrundplakates sah ich nun auch, wer die Vorgruppe ist: Rebellious Spirit. Aha, kenne ich nicht, aber wenns denn sein muss…
Und es war gar nicht schlimm! Zwar waren die Jungs von der Sorte „Krallenmacher und Poser“, aber Klappern gehört nun mal zum Metalhandwerk, auch bei den „Kleinen“. Sie machten mit ihrem erfrischenden Rock sogar richtig Spaß und selten fand ich die Spielzeit einer Supportband so kurzweilig. Gute 40 Minuten durften sie sich austoben und ich hätte sogar – man höre und staune – noch mehr ertragen.
Danach die übliche Umbauzeit, die auch ziemlich flott von statten ging, so dass ARP sicher schon um 21h oder paar Minuten später hätten beginnen können. Aus welchen dramaturgischen Gründen auch immer war das aber nicht der Fall und so gab es bis 21.15h eine leere Bühne zu bestaunen.
Dann nahm der Schlagzeuger mal ganz gemütlich hinter seinem Gerät platz und es dauerte gefühlte 10 weitere Minuten bis sich der Rest der Truppe einstellte.
Der Gitarrist, der als (vor)letztes kam – ARP himself wie ich dann feststellte – bekam den meisten Begrüßungsapplaus, so dass ich davon ausging, die Band sei jetzt komplett. Weil sich für nen kurzen Moment nix weiteres mehr tat.
Doch dann stürmte jemand die Bühne – für den Bruchteil einer Sekunde dachte ich an einen ersten Stagediver – doch es war Johnny Gioeli, der Sänger. Ich hätte mir wenigstens die Band vorher via www mal zu Gemüte führen sollen…
Und genau mit der Geschwindigkeit, mit der er die Bühne betrat, ging es auch weiter. Was für eine Rampensau! Luftgitarre, Luftschlagzeug, singen, alles am liebsten gleichzeitig. Da flog auch schon mal ein Mikroständer nach hinten, der im Weg stand.
Ich glaub, der Mann mag seinen Job!
Diese Energie auf der Bühne kannte ich in der Form bisher glaube ich nur von Campino, der in Gioeli seinen Meister gefunden hätte. Selbst Campinos Spagatsprung hat Gioeli im Repertoire. Und lustig ist er noch dazu.
Auch die restlichen Musiker, insb. Volker Krawczak (Bass) und Ferdy Doernberg (Keyboard) hatten ihre unterhaltsamen Parts.
Dafür, dass ich auch hier keinen einzigen Text kannte, hatte ich verdammt viel Spaß. Die Show, die die Band ablieferte, gab einem keine Chance sich auch nur annähernd zu langweilen.
Und kaum hatte der Abend begonnen, war es auch schon ~ 22.50h, so dass sich die Band fürs erste verabschiedete. Die erste Zugabe folgte ein paar Minuten später und auch damit wars nicht getan, sie mussten natürlich ein 2.x mal ran. Leider dauerte auch der 2. Nachschlag nicht lange und gegen 23.10h war dann wirklich Schluss: 110min pure Energie, super!! Wird sicher nicht mein letztes ARP Konzert gewesen sein.

Setlist (lt. setlist.fm)
1. Burning Chains
2. Nasty Reputation
3. Strong as a Rock
4. Edge of the World
5. Before I Die
6. Oceans of Time
7. Hey Hey, My My (Neil Young cover)
8. Warrior
9. Into the Storm
10. Mystica
11. Too Late / Call Her Princess / Jam / Eternal Prisoner / Too Late
12. The Masquerade Ball / Casbah
13. Rock the Nation
 

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