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Nun gibt es also auch einen Blog auf meiner HP, mit (kurzen) Berichten zu besuchten Konzerten. Einen besseren Blog-Einstand als ein Rammstein-Konzert kann man kaum wählen - direkt auf die 12!
02.10.2015, Claus von Wagner, Emmelshausen ZaP
am 05.10.2015 um 10:47 (UTC)
 Endlich wieder Spielzeit im ZaP in Emmelshausen und diese wurde kabarettechnisch mit Claus von Wagner eröffnet. Allerdings mit 30min Verspätung, er stand im Stau.
Ich kannte den Herrn grad mal nur vom Namen her, weil ich mir die Anstalt seit dem Wechsel von Priol/Pelzig zu von Wagner/Uthoff nicht mehr angesehen habe. Ich mag den Uthoff nicht und hab den auch schon weggeschaltet, wenn er bei Priol zu Gast war. Aber das habe ich Hagen Rether auch immer, den ich allerdings seit seinem 4-stündigen live Auftritt hier im ZaP nicht mehr so schlimm finde.

Die ersten 10-15 min war CvW er selbst, dann schlüpfte er in die Rolle eines im Tresorraum einer Bank versehentlich eingesperrten Wirtschaftsprüfers, der die Unterlagen seines verstorbenen Vaters sichtet und dabei mit der Finanzwelt, dem Kapitalismus, dem Konsum und alles was politisch damit zu tun hat, hadert.
Das war im Großen und ganzen ganz witzig und unterhaltsam, nur am Schluss zog es sich etwas dahin, fand ich.
Allerdings kam ich zu dem Entschluss, der Anstalt doch eine neue Chance zu geben. Und mich dabei eben entweder mit dem Uthoff anzufreunden oder ihn zu ignorieren. Mal gucken, ob mir eins davon gelingt.
 

13.08.2015, Tristan & Isolde, Festspielhaus Bayreuth
am 17.08.2015 um 13:57 (UTC)
 Juli/August = Bayreuther Stadlzeit und Dank des gut funktionierenden Onlineverkaufs im 2. Durchgang durfte auch ich wieder an den Sitzungen teilnehmen.
Den Holländer hatte ich hier vor 2 Jahren schon, der Ring ist mir als Bayreuther Version zu teuer (aber was nicht ist, kann ja noch werden…), Lohengrin reizte mich auch nicht (hab ich in KO schon mal gesehen), also blieb nur Tristan & Isolde.
Wovor ich allerdings auch gehörigen Respekt hatte, da ich mich dran erinnern kann, dass ich mal in Bochum vorm Theater stand und angesichts des langen Abends nicht mehr ausm staunen (und Kopfschütteln) raus kam. Zudem meinte mein „Wagner-Bekannter“ mal: der Tristan stirbt den ganzen letzten Akt, ich habe die ganze Zeit gedacht: gebt dem doch endlich mal die Tropfen!
Aber ich bin ja Parsifal-erprobt, da kann mich nichts mehr einschüchtern – dachte ich, bis ich las, dass der T&I Abend von 16-22h (!!) geht… Ich hatte i-wie nur 5h im Kopf.

Na gut, da musste ich nun durch, dann hat man auch viel Oper für sein teures Eintrittsgeld. In der Pension wo ich übernachtete, waren die Festspiele tägliches Thema, übernachteten doch noch ein paar Wagnerianer mehr hier. U.a. der Herr zu meiner rechten, mit dem ich mich an diesem Morgen, am Nachmittag vor der Vorstellung und beim Frühstück am nächsten Morgen ausgiebig über T&I und Wagner im Besonderen unterhielt. Hat schon Spaß gemacht, auch wenn ich ja sonst überhaupt kein Interpretationshansel bin.

Das Wetter meinte es an diesen Tagen gut, eigentlich zu gut mit uns, es war schweineheiß, die lange Hose hätte ich liebend gerne gegen eine Kurze getauscht. Auf der Fahrt nach Bayreuth konnte ich den Blick nicht vom Autothermometer lassen: 36°C und einmal sogar kurz 37°C!
Da seit 2014 Parkgebühren kassiert werden, war ich dieses Mal zeitig dran, weil damals vorm Rückstau „gewarnt“ wurde. Es verlief aber alles reibungslos und so hatte ich noch Zeit, mir ein schattiges Bankplätzchen im Park zu suchen, von wo aus ich dem Treiben noch eine zeitlang zusah. Hin und wieder gesellte sich jemand dazu und wir klagten gemeinsam über die Hitze.

Es half aber alles nix, i-wann musste man schließlich zum Gebäude und das tat ich ca. eine halbe Stunde vor „Anpfiff“. Auch dort wars nicht kühler, ich schlug noch ein wenig die Zeit tot, gönnte mir nen Sprudel für 4€ und traf den Herrn aus der Pension. Nochn bissel quatschen und schon wurden die Türen geöffnet – sofern sie nicht klemmten.
Drinnen wars erstaunlicherweise angenehm temperiert, was sich aber im Laufe der nächsten paar Minuten änderte, als sich der Saal mit ausdünstenden Menschen füllte. Mein Sitz war auch bequemer als ich es in Erinnerung hatte, trotzdem war ich froh, diesmal ein Klappkissen dabei zu haben (btw. ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig ist, ein schwarzes Klappkissen zu kaufen), denn die hölzerne Rückenlehne wird mit der Zeit sehr hart.

Auf das angucken der Fernsehübertragung ein paar Tagen vorher hatte ich verzichtet, da ich die Enttäuschung über das – für meinen Geschmack – zu kahle Bühnenbild vermeiden wollte. Den Bildern auf Fb konnte ich mich aber leider nicht gänzlich entziehen und so wusste ich zumindest teilweise was mich erwartet.
Das Bühnenbild des 1. Teils fand ich eigentlich noch ok, grad so, und habe mir die ganze Zeit gewünscht, da mal selbst drüber zu laufen.
Trotz dass ich mich nicht so in die Musik vertiefen konnte, wie das sonst beim Parsifal der Fall ist, verging der erste Teil wie im Flug und kaum hatte er begonnen, wars schon 18.20h und die erste Pause stand bevor.
Ein/e Besucher/in musste allerdings schon nach einer halben Stunde aus dem Saal getragen werden, diese/r war auf der anderen Seite des Saals zusammen gebrochen. Ich hoffe, es geht dieser Person (wieder) gut.

In dieser Pause gönnte ich mir ebenfalls einen Steigenberger-Luxus-Sprudel für 4€ und weil der Abend bis 22h noch lange war, aß ich prophylaktisch noch eine Steigenberger-Luxus-Brezel für 3€.
Ach ja, das Programmheft für 7€ nannte ich natürlich inzw. auch mein eigen.

Bevor ich zum 2. Teil wieder ins Gebäude ging, sah ich mir endlich mal die berühmten Trompeter an, die auf dem Balkon das Ende der Pausen verkünden. Der Holländer wird ja ohne Pause gespielt und deshalb hatte ich die vor 2 Jahren noch nicht gesehen.
Als ich anschließend wieder Platz nahm, sprach mich die Dame in der Reihe hinter mir an und teilte mir mit, dass ich ruhig die ganze Zeit über fächern könne, das käme ihr auch zu Gute. Und ich hatte schon befürchtet, es würde das Umfeld nerven, wenn da ständig was hoch und runter wedelt. Ich war aber auch nicht die einzige, die sich ständig Luft zufächerte, jeder 2. oder 3. war damit beschäftigt, anders war es einfach nicht auszuhalten.
Der 2. Teil verging eigentlich genau so schnell wie der 1., wenngleich mich die ganze Zeit die „Fahrradständer“ störten, die die Bühne dekorierten. Was wollte uns der Künstler damit sagen? Ich weiß es nicht…

Ich hatte eine 0,5er Wasserflasche in der Tasche, die mich eigentlich vor dem Steigenberger-Luxus-Ruin bewahren sollte, aber angesichts der Hitze, bei der man ja auch nichts im Auto lagern konnte (Kühltasche hatte ich nicht mit), wars damit nicht getan, so dass ich ein drittes mal 4€ für ein 0,25er Wasserfläschchen hinlegte, was an diesem Tag aber (gefühlt) schneller verdunstete, als man es trinken konnte.

Erneut genoss man die sekündliche Erfrischung, als man zum 3. Akt den Saal betrat, aber erneut hielt das nicht lange an.
Aber es ging ja dem Endspurt entgegen. Tristan fiebert und fantasiert nun ne zeitlang vor sich hin, bevor er endlich das zeitliche segnen darf. Dummerweise spielte sich ein Großteil des 3. Teils auf dem rechten Teil der Bühne ab, da ich allerdings auf Platz 3 meiner Reihe saß, war meine Sicht etwas eingeschränkt, d.h. ich sah den rechten Bühnenrand nicht ganz. Von meinem Platz, wo ich letztes mal saß, hätte ich heuer die bessere Sicht gehabt. Naja, egal. Links von mir begann die nächst höhere Preisklasse, aber um 40€ mehr auszugeben, war ich zu geizig. Es ging ja auch so.

Da ich wußte, dass sich Katharina Wagner, die Regisseurin des Stücks, etwas „besonderes“ für den Schluss hat einfallen lassen, oben erwähnter Herr hat mich darauf hingewiesen, musste ich natürlich genau aufpassen um nichts zu verpassen.
„Das besondere“ war, dass Isolde nicht über Tristan zusammenbricht, sondern mit König Marke von Dannen zieht (bzw. gezogen wird) und dem Schluss somit eine andere Wende gibt.
Das war natürlich auch Frühstücksthema am anderen Morgen. Prinzipiell ist mir diese (W)Endung egal, kann man machen, allerdings ist sie wiederum so gravierend, was mMn gleichkäme, wenn bei der nächsten Titanic-Verfilmung das Schiff nicht unterginge…

Fazit: habe ich mir vor 2 Jahren noch gedacht: ja, kann man mal machen – bin ich diesmal ganz begeistert! Es war ein sehr gelungener Kurzurlaub.
Zu Hause angekommen, fand ich schon die Bestellunterlagen für 2016 im Briefkasten. Und was noch schlimmer ist: MEIN Parsifal steht 2016 wieder aufm Programm, d.h. ich muss eine Karte bekommen, koste es, was es wolle!! ich bin jetzt schon ganz hibbelig und hoffe, dass der online Vvk wieder so entspannt und erfolgreich abläuft, wie im Januar diesen Jahres...
 

18.06.2015, Hagen Rether, Zap, Emmelshausen
am 21.06.2015 um 12:23 (UTC)
 Vorab: Ich meine, man will ja gerne viel für sein Geld und mit 29€ (bzw. 26€ für "Kulturkreismitglieder" wie (m)ich) wars auch einer der teureren Auftritte im ZaP, aber ob man vom Publikum verlangen kann, 4h (!) auszuharren? Finde ich dann doch eher schon wieder arrogant.

Dabei kam er gar nicht so überheblich und/oder hochnäsig rüber, wie ich das bisher im Fernseh immer empfand. Ganz im Gegenteil, so ziemlich von der ersten Minute an dachte ich "och guck mal, der ist ja nett". Was mich nur furchtbar genervt hat war, dass er jetzt nen Bart hat (nix gegen Bart. Scheint auch grad Mode zu sein, Gerd Knebel von Badesalz hatte am Vortag auch nen schönen Zottelbart), aber deswegen ständig die Gesichtsbehaarung streichelte und kraulte! Boah man, hohl die Flossen ausm Gesicht!
Das Grundthema bezog sich, anders wie z.B. bei Mathias Richling auf allgemeine, weltpolitische Themen in Form von Kapitalismus, Islamangst, Kirche, Gesellschaft etc. Das machte es daher auch interessant und blieb nicht so trocken, wie Politik ohnehin ist. Wobei er auch betonte, dass er nicht für Tagespolitik zuständig sei, dafür solle man sich ne Tageszeitung kaufen.

Teil 1 ging von ~ 20.05 bis etwa 22h (!), den er mit dem kurzen "Lied" "Die Menschen im Saal, haben Blasen aus Stahl" beendete. Da die Klimaanlage im Saal für mein Empfinden zu kühl eingestellt war, war ich dann froh, als ich mich in der Pause endlich bewegen und meinen Mantel anziehen konnte. Auf ein Pausengetränk bzw. eins für die 2. Hälfte verzichtete ich, da ich davon ausging, dass es um diese Uhrzeit ja nicht mehr so lange dauern könne. Pustekuchen.
Nach dieser 15-20minütigen Pause, aus der auch nicht mehr alle Personen zurück auf ihre Plätze kehrten, ging es nochmal 2h weiter - was ich nur zu diesem Zeitpunkt nicht wusste.
Wie bereits erwähnt, waren die Themen interessant, so dass es nicht allzu zäh wurde, trotzdem kämpfte ich in Hälfte 2 mit der Müdigkeit, auch im Hinblick darauf, dass um kurz nach 6h wieder mein Wecker geht und dass ich, alles was (unter der Woche) nach 22h passiert, sonst nur vom hörensagen kenne. ;) Wenigstens fror ich im Mantel nicht mehr so sehr, musste aber weiter den Kragen hoch ziehen, weil es mir ins Genick zog.
Um 0.10h, nachdem er 15min vorher verkündet hatte, gleich zum Ende zu kommen und auf dem inzw. geputzten Flügel rumklimperte, hielt mich dann aber auch nix mehr und ich krabbelte über meine Nebenleute aus dem Saal.
Als ich dann 2-3min später vom Parkplatz bog, kamen mir größere Menschengruppen entgegen, da schien es inmitten der Klimperei ein abruptes Ende gefunden zu haben.
Ob ich mich vorher hätte informieren sollen, dass es bei dem so lange dauert? Aber wer kommt denn auf die Idee, dass so ein Abend länger als die üblichen 2h dauern könnte...

Fazit: es war wesentlich besser, als ich dachte bzw. befürchtet hatte. Und vor allem der Rekord in Sachen Auftrittslänge!
 

17.06.2015, Badesalz, ZaP Emmelshausen
am 21.06.2015 um 12:21 (UTC)
 So, endlich der Nachholtermin vom ursprünglichen angesetzten Termin im März, der krankheitsbedingt verschoben werden musste.

Bei Badesalz muss ich grundsätzlich an "Gereitzt! Der neue Film von Jacques Bubu" oder "Babba, wenn ich mol e Bällche Eis esse will..." denken. Das bleibt für immer und ewig im Ohr. :D Wenngleich mich der einzige live Auftritt (wars wirklich nur 1x? Hm...), den ich bisher gesehen habe, nicht soooo wahnsinig vom Hocker gerissen hatte.
Aber wenn sie schon mal quasi "um die Ecke" spielen...
Wie beim o.g. letzten Auftritt gabs auch hier ne größere Deko - in Form von 2 Strandlokalen: Henry (H. Nachtheim) und Paul (G. Knebel) warten auf Gäste die nicht kommen und philosophieren sich durchs Leben, bis sie eine Idee haben...
Nach den ersten 2 hessichen Sätzen hatte ich schon ein großes Grinsen im Gesicht: a) weils mich an die beiden anderen Herren erinnerte und b) weil ich den Dialekt einfach mag.
Das Programm, welches aus aneinandergereiten, mehr oder weniger zusammen hängenden Sketchen bestand, war zwar witzig und hat auch Spaß gemacht, Bauchmuskelkater vom Lachen dürfte aber keiner bekommen haben, so Brüller waren dann doch nicht dabei. Publikumsbezug gab es - bis auf die Verabschiedung - (leider) keinen.
Anders wie bei den meisten anderen Vorstellungen sonst im ZaP, gab es keine Pause (und man durfte keine Getränke, die auch noch teurer geworden sind, mit in den Saal nehmen). Gespielt wurde ab kurz nach 20h bis ca. 21.30h, die "Zugabe" bestand erst aus ner Dia-Show, die die Entwicklung der "Idee" zeigte und dann noch aus 2 aktuellen Chartliedern (die ich aber nicht zuzuordnen vermag), die etwas "aufgepimpt" wurden.

Alles in allem kein Comedy-Abend des Jahres, aber doch eine solide Sache, die ich mir sogar nochmal angucken würde. ;)
 

24.052015, Herbert Grönemeyer, Festhalle Frankfurt
am 25.05.2015 um 11:05 (UTC)
 Pünktlich ein paar Tage vorm Konzert hatte die Bahn ihren x.ten Streik des Jahres überraschend beendet, so dass einer Anfahrt per Zug nix im Wege stand. Wenn das schon im teuren Kartenpreis enthalten ist, kann man es auch nutzen.

Kurz vor Frankfurt vergewisserte ich mich nochmal, dass der FCK wirklich eine weitere Saison 2. Liga spielen muss... Davon ließ ich mir meine gute Laune und Freude aufs Konzert aber nicht verderben. Als ich gegen 17.30h an der Festhalle ankam, staunte ich erstmal, als ich die mir bisher unbekannte Skyline Plaza sah. Wo kam die denn her? Stand die vor 1 1/2 Jahren auch schon, als ich zuletzt hier war? Oder soll ich sie nicht gesehen haben (damals wars Dezember, es könnte also schon etwas dunkler gewesen sein...). Aber 2009 stand sie definitiv noch nicht, wobei ich mich nicht entscheiden kann, welcher Ausblick ausm Mövenpick Hotel schöner war/ist: auf ne riesige Brache oder den dunklen Klotz.
Naja, zum shoppen war ich ja nicht da und so ließ ich das Gebäude links liegen und stellte mich vor die Halle, wo schon etliche Menschen versammelt waren. Ich hatte keine Ahnung, wann der Einlass erfolgen sollte, auf der Karte stand auch nix und so freute ich mich, dass schon wenige Minuten später Bewegung in die Schlange kam. Doch leider zu früh gefreut, der kurze Ruck galt nicht dem Einlass, sondern i-was anderem. Vermutlich wurden die sitzenden gebeten aufzustehen, das war später drinnen auch so.
Die Warterei zog sich dann noch 1 Stunde hin, bis der Einlass um 18.30h erfolgte. Im Foyer dann die erste Verwirrung, als der Zugang zum Innenraum nur von einer Seite erfolgte. Also wieder ein Stück zurück... Der Kartenabriss erfolgte durch einen sehr netten ("älteren") Herren. Entweder hatte ich die 'Bekanntschaft' mit ihm schonmal gemacht, oder es gibt da mehrere dieser Art. Jedenfalls erwische ich an der Festhalle immer sehr nette Kontrolleure. Bevor ich aber die Halle ganz betrat, bog ich noch zum WC ab, wo sich in kürzester Zeit eine schöne Schlange bildete... Ich erreichte das Stille Örtchen zum Glück mit den ersten, so dass ich recht schnell wieder weg und in die Halle kam. Dort bahnte sich dann die nächste Verwunderung an, denn die erste Welle wurde von der anderen Hallenseite aus befüllt. Dann halt einmal quer durch.... um in der Welle dann wieder zurück zu laufen, denn der Getränkestand stand auf der gegenüberliegenden, also der Halleneingangsseite. Die Auswahl war reichlich (Cola, Limo, Sprudel, Bier (sogar alkoholfrei), Wein, A- und O-Saft, Red Bull). Ich ließ 3,80€ für ne nicht bis zum Eichstrich gefüllte 0,4er Cola da und bezog Stellung am rechten Bühnenrand, wo ich schon bald Begegnung mit einer Trulla machte, mit der ich den Rest des Abends noch viel "Spaß" hatte... Doch erstmal nervte sie nur dadurch, dass sie mir ständig ihre langen Haare über den Becher schwenkte. Mit ausweichen war nicht viel, es war sehr eng da vorne.
Es war inzwischen etwa 19h und es galt, noch 1h Stunde auszuharren, dachte ich... Ich kramte mein Handy aus und begann zu lesen. Nicht ohne dass sich die Trulla ständig an mich drückte und mich weg haben wollte. Wie gesagt, ausweichen war nicht und der einzige Abstand verschafften uns zeitweise unsere Umhängetaschen, die aneinander drückten. Doch so leicht bin ich nicht wegzuschieben - zumal die Kuh nur etwa 1,55m maß, ich aber mit 1,73m dagegen hielt. Auch das scharren mit den Füßen, um mich weg zu bekommen, half ihr nicht. Wer größer ist, hat auch die größeren Füße (ich sowieso) und so ging auch dieses Duell an mich. :D
Um 19.15h geschah dann etwas völlig unerwartetes: das Licht ging aus, ein hr3-Sprecher betrat die Bühne und kündigte die Vorband an!! Wie geil war das denn? Nein, nicht die Vorgruppe, die war wie immer scheiße, sondern dass sowas vor 20h losgeht und somit das eigentliche Konzert um 20h beginnt. Warum nicht öfter so?
Ich hatte nachmittags noch schnell gegoogelt, wer denn das Konzert supporten darf und so wusste ich, dass es eine 'Band' namens Balbina aus Berlin sein wird. Auf Hörproben verzichtete ich, davon würde man abends noch genug bekommen... Während dieses Mädel also ihr "uh, uh" vortrug und nervöse Zuckungen bzw. roboterartige Bewegungen hatte/machte, versuchte "meine Freundin" noch ein letztes mal - durch festes an mich lehnen/drücken - ihre 5qm Freifläche zu bekommen. Ich hielt stand bzw. dagegen, bis sie mich ankeifte, ich würde wohl gerne Körperkontakt haben wollen, aber der Herr vor ihr brauche schließlich auch Platz. Man muss dazu sagen, sie hatte zu diesem Zeitpunkt ohnehin den meisten Platz, dummerweise quetschen sich noch 2 weitere Grazien neben mich, die auf dem Weg nach ganz vorne feststellten, dass sie das nicht schaffen werden, da blieben sie halt da stehen.
Jedenfalls entgegnete ich der Grazie, dass ich nicht ausweichen könne, sie mich aber statt dessen dauernd anspringt und wenn es ihr zu eng sei, solle sie halt nicht auf Konzerte gehen. Ich freute mich schon auf weitere Diskussionen, doch die blieben aus, allerdings geriet sie später noch mit den anderen beiden Ischen aneinander.
Ach ja, die Vorgruppe... Was soll man sagen? Es ist schon eine Unverschämtheit, was der Hauptact einem da immer zumutet. Die Stimme der Sängerin war ja ganz ok, aber die Bewegungen... die Texte ("Kuckuck", "uh, uh", "Ich hab ein Gedächtnis wie ein Goldfisch")... das Outfit (blaues Neopren oder Mossgummikleid, weiße Strümpfe bis auf die halben Waden gezogen)... Nä, schrecklich! Die Erlösung kam um 19.45h als sie fertig war und endlich "der nette Herr Grönemeyer" (O-Ton Balbina) an der Reihe war.
Abgebaut war in nullkommanix, das Equipment der Grönemeyer Band stand schon denn ganzen Abend, so dass es eigentlich um 20h nahtlos hätte weiter gehen können. Aber nein, es wurde mal wieder ne viertel Stunde hinaus gezögert, bevor es dann gegen 20.10/20.15h losging, indem die einzelnen Bandmitglieder im dunkeln und mit Stirnlampen ihre Plätze einnahmen und zu spielen begannen. HG kam ohne Lampe, aber ganz in schwarz, so dass erstmal nicht viel von ihm zu sehen war. Das änderte sich natürlich im Laufe des Abends und durch den Steg, der bestimmt 10m ins Publikum ragte, konnte man viel von ihm sehen. So z.B. die weißen adidas Superstar mit Klettverschluss! Hey, das sind die besten Turnschuhe die es gibt, aber mit Klettverschluss, wie für Kleinkinder? Och nö... Außerdem hatte ich den Eindruck, dass er vom Steg aus immer nur auf die rechte Seite guckte, auch das Klavier stand später dort nach rechts ausgerichtet, so dass unserer Seite häufig nur der Rücken blieb. Naja, ein schöner Rücken kann ja bekanntlich auch entzücken und für die singende Vorderseite konnte man ja zu den Leinwänden schauen.
Dargeboten wurde so ziemlich alles was das Herz begehrt: neues vom aktuellen Album, altes (Vollmond, Männer, Alkohol, Musik nur wenn sie laut ist), mittelaltes (Bleibt alles anders, Schiffsverkehr - was er noch mit 96 in der Kurmuschel in Travemünde spielen wird) und vieles, vieles mehr. In der Euphorie eines Konzertes ist mir die Setlist so was von egal... Vermisst hätte ich noch "Liebe liegt nicht", ein wie ich finde großartiges Stück von der " 12", aber ok, hatte ich beim letzten mal, man kann nicht alles haben. Mit Klavier auf dem Ende des Stegs spielte er "Der Weg" und jedesmal bin ich ergriffen davon, mit welcher Fassung er das vorträgt, während ich angesichts des Hintergrundes mit nem riesen Kloß im Hals zu kämpfen habe... Das schaffen nur sehr, sehr wenige Lieder, mich aus der Fassung zu bringen. Gänsehaut.
Natürlich gab es auch die überschwinglichen Momente, in denen der Hexenkessel Festhalle brodelte. Schulterprobleme hindern mich zwar im Moment daran, die Arme richtig in die Höhe zu strecken, aber in solchen Momenten können auch Blinde gehen. Es reichte ja, wenn ich sie soweit hob, dass sich Graziella den Kopf an meinen Ellbogen stieß... War natürlich keine Absicht... :whistling:
Nach etwa 2h war der Hauptteil beendet und die (erste) Zugabe bahnte sich an. Da war dann auch schon zu erkennen, dass es mit der U-Bahn zum Hbf um 22.10h knapp werden könnte. Dann halt die um 22.35h... Damals bei Black Sabbath musste ich leider mitten in "Paranoid" raus, um die um 22.10h zu kriegen und das ärgert mich heute noch.
Doch die Zugabe sollte nicht die letzte sein und so stellte ich mich schon auf die Verbindung um 23.05h ein und wenn ich nicht in Ffm hätte übernachten wollen, hätte ich die auch nehmen müssen, egal ob das Konzert noch lief oder nicht. Zwischen Zugabe 2 und 3 - von der ich bis dahin noch nix wußte - kämpfte ich mich schon mal zum Rand, um anschließend schnell(er) raus zu kommen. Damit die Damen am hintersten Bierstand auch noch was zu tun hatten, verpflegte ich mich dort noch mit einem Becks Blue alkoholfrei (in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen) und feierte die restlichen Minuten von ganz hinten. Nach etwa 2,5h hatte der Wahnsinn dann ein Ende und ein immer noch blendend gelaunter HG verließ mit seinen Mannen ein letztes mal die Bühne. Halleluja!!
In der U-Bahnstation und danach am Hbf stellte ich zum wiederholten Male fest, dass die Bahn-HP/App scheiße ist, da es wenig hilfreich ist, wenn alternative Fahrtmöglichkeiten gar nicht aufgelistet werden. Es gab zw. 22.35h und 23.05h nämlich noch eine weitere U-Bahnverhindung von der Festhalle zum Hbf und ein RE von FFm nach Ko (über MZ, wo ich umsteigen musste) wurde in der App nur nach gezielter Suche angezeigt. Es war halt keiner der DB, sondern der MRB bzw. Süwex.

Fazit: ich habe alles oder nichts vom Konzert erwartet, aber dass es so sensationell ausfallen würde, hätte ich nicht gedacht. Ich hatte verdammt viel Spaß (falls es jemand nicht erkannt hat). Es war der helle Wahnsinn und ein Glück, dass es draußen nicht allzu kalt war, so naß geschwitzt wäre eine Erkältung wsl programmiert gewesen.

Lt. Setlist.fm war das Programm dieses:

Unter Tage
Wunderbare Leere
Fang mich an
Unser Land
Uniform
Bochum (mit "Glück auf, der Steiger kommt"-Intro)
Schiffsverkehr
Stück vom Himmel
Männer
Was soll das
Vollmond
Neuer Tag
Flugzeuge im Bauch
Der Weg
Roter Mond
Fisch im Netz
Musik nur, wenn sie laut ist
Mensch
Alkohol
Bleibt alles anders

Encore:
Morgen
Ich dreh mich um Dich
Zeit, dass sich was dreht

Encore 2:
Land unter
Demo (Letzter Tag)

Encore 3:
Halt mich
Feuerlicht
Fang mich an (Hoopieshnoopie Remix)
 

30.04.2015, Broilers, Stadthalle Neuwied
am 01.05.2015 um 09:37 (UTC)
 Einen kostenlosen Parkplatz direkt vor der Tür und das 50min vor Konzertbeginn findet man auch nicht alle Tage. Der Einlass hatte schon begonnen, als ich ankam, ging aber ziemlich schleppend voran. Und i-ein Vollidiot zündete grad ein rotes Bengalo neben der Menge als ich kam - "danke" für die Begrüßung. :rolleyes:
Dann setzte auch noch der Regen ein, ich kam aber doch noch relativ trocken durch die Kontrolle. Drinnen gab ich erst mal meine Jacke ab (nach links), suchte die Toiletten (nach rechts) und betrat danach den Saal (in der Mitte). Das Getränkeangebot riss mich nicht vom Hocker - Bier nur mit Alkohol und das übliche Cola/Limo/Wasser. Preise hab ich nicht geguckt.

Ich bezog nen Platz am Mischpult und hatte eigentlich vor, später ggfs am Rand vorbei bissel nach vorne zu gehen - aber dazu sollte es nicht kommen.
Da die Vorband "Arrested Denial" zeitlich ziemlich knapp ankam - 20min vor ihrem Auftritt - weil sie im Stau standen, verzögerte sich deren Beginn bis 20.10h.
Gerne hätten sie gänzlich im Stau versacken können, denn deren Musik bzw. Gesang war das für die Ohren, was Ikea fürs Auge ist: eine Beleidigung!
Ich bin ja ohnehin kein Freund von Vorgruppen, aber im Vergleich zu diesem "Sänger" klang Russels Kevin selbst in seinen schlimmsten Zeiten wie ein Goldkehlchen.
So kam es dann auch, dass ich zum ersten Mal während einer Vorgruppe mein Handy wieder auspackte und mich (m)einem E-Book widmete. Ich verlor mich ab deren 2. Lied also völlig in "Das erste Leben der Angela M." und schaltete für die nächsten 25min ab.

Wie das immer so ist, füllt sich nach der Vorgruppe die Halle mit "kurz-vor-Knapp-Kommer" und so war sie nach und nach sehr gut gefüllt. Die Umbauphase war mMn pünktlich um 21h abgeschlossen, aber aus welchem Grund auch immer wurde der Beginn der Broilers unnötig lange verzögert.
Das Publikum feierte sich inzwischen selbst und um so mehr die Broilers, als endlich das Intro erklang. Schon vom ersten Ton an war die Halle ein Hexenkessel und der Stammes"tanz" der Pogianer beherrschte den Raum. Was zur Folge hatte, dass sich die normalen Zuschauer immer mehr ums Mischpult versammelten. So stand zeitwese ein Doppelzentner vor mir und ein Triplezentner neben mir, was einerseits ein Schutzwall sein konnte, andererseits aber böse Folgen hätten haben können, wenn beide gleichzeitig losgelegt hätten: rechts neben mir hätte mich das Geländer ums Mischpult "aufgefangen".
Bei dieser merkwürdigen Toberei dauerte es auch nicht lange, bis ein junger Mann brüllend vor Schmerzen nach hinten kam und sich seine Hand hielt.
Ich geb aber zu, dass das die einzige Verletzung war, die ich mitbekam. Was letztendlich war, weiß ich natürlich nicht.
Ich zog es dann im Laufe des Abends vor, doch lieber hinten zu bleiben, wo auch gute Stimmung herrschte.
Sammys Saufansagen hielten sich in Grenzen, einzig die Wahl zwischen den 3 Biersorten die man ihm hin gestellt hatte und ein späteres nachfragen nach einem weiteren "Koblenzer" drehten sich um dieses Thema.
Setlist reicht hier sicher jemand nach, das ist nicht mein Metier.
Vor der letzten Zugabe ging ich schon mal meine Jacke holen, um der langen Schlange zu entgehen und die letzten beiden Lieder - das letzte war "Schenk mir eine Blume" - sah ich dann von hinterm Mischpult. Wo ich einem jungen Herrn mit Zottelbart, Cap und Notizbrett bei der Abend zu guckte. ;)
23.10h war dann Schicht und ein äußerst zufriedenes Publikum wurde in die Nacht entlassen.
 

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